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WISSEN WEITERGEBEN, BEGEISTERUNG WECKEN, Henning Scherf hält Impulsvortrag im Solarlux-Forum Melle

Melle. „Das Feuer weitergeben! Den generationenübergreifenden Effekt nutzen“ – Die Generationenwerkstatt der Ursachenstiftung Osnabrück freute sich am Dienstagabend mit zahlreichen Gästen über einen besonderen Gast im Solarlux-Forum. Henning Scherf, ehemaliger Bremer Bürgermeister, schuf mit seinem Impulsvortrag zum Thema „Mehr Leben – warum Jung und Alt zusammengehören“ eine spannende Diskussionsvorlage

„Die Alten werden immer mehr“, mahnt Henning Scherf bei seinem Vortrag im Solarlux-Forum. Foto: Christina Wiesmann

Wie bereichernd für alle Seiten das generationenübergreifende Zusammenwirken sein kann, weiß Johannes Rahe, Vorstandsvorsitzender der Ursachenstiftung aus eigener Erfahrung: „Wir haben fast 100 generationenübergreifende Projekte durchgeführt.“

Demografischer Wandel
Hausherr und Solarlux-Firmengründer Herbert Holtgreife betonte in seiner Begrüßung, dass es sowohl für die Alten als auch für die Jungen lohnenswert sei, voneinander zu lernen. Mit einem ehrlichen Augenzwinkern sagte Holtzgreife: „Wenn es nicht funktioniert, liegt es zu 90 Prozent an uns Alten.“
Dass es für alle Generationen lohnenswert sei, Wissen weiterzugeben, voneinander zu lernen und Begeisterung – zum Beispiel für das Handwerk – zu wecken, liegt nicht nur den Verantwortlichen der Ursachenstiftung am Herzen. Für Henning Scherf ist klar, was sich seit Jahren anhand des demografischen Wandels auch anhand zahlreicher Studien nachvollziehen lässt: „Die Alten werden immer mehr, immer weniger Junge kommen nach.“
Scherf regt deshalb an, dass die Generationen zusammenarbeiten können und dass dieses Miteinander dazu führt, verschiedene Kompetenzen weiterzugeben und zu vermitteln. Er findet auch: „Eine Aufgabe zu haben, ist für uns Alte wichtig. Das hält uns im Leben.“ Die ältere Generation solle, wie Scherf betonte, Rücksicht nehmen und „helfen und unterstützen, wenn es gewünscht ist“.

Hervorragende Berufsaussichten
Im Anschluss an seinen mit einigen persönlichen Beispielen anschaulich dargestellten Vortrag konnten die Gäste Fragen stellen. Dabei zeigte sich, dass die praktische Umsetzung, wie sie in der Generationenwerkstatt, dem Projekt der Ursachenstiftung, umgesetzt wird, bei den Handwerksbetrieben gut ankommt. „Die Jungen sind richtig bei der Sache“, berichtete zum Beispiel ein Unternehmer aus eigener Erfahrung.
Erfreulich sei, Jungen durch die Erfahrung von Älteren mit dem Handwerk vertraut zu machen, ihnen eine Perspektive und nicht selten sogar nach dem Abschluss des Projekts einen Ausbildungsvertrag bieten zu können.
Denn dass die Berufsaussichten im Handwerk in der Region hervorragend sind, stellten Vertreter der Handwerkskammer dar. „Nicht jeder muss heute studieren“, lautete die einstimmige Meinung.

ZUR SACHE
Die Generationenwerkstatt ist ein generationenübergreifendes Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück. Sie wurde von dem Meller Unternehmer und „Unruheständler“ Johannes Rahe ins Leben gerufen. Die Generationenwerkstatt setzt sich dafür ein, dass Jungen das Handwerk in kooperierenden Betrieben kennenlernen können und eine spannende Herausforderung neben dem für einige oftmals grauen Lernalltag in der Schule bekommen. „Unruheständler“ übernehmen dabei einen zentralen Part: Sie sind neben einer Identifikationsfigur auch ein „Wissensweitergeber“.

Ein Artikel vom Meller Kreisblatt, NOZ         von Christina Wiesmann        14.12.2017 

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